Psychotherapie Mag. Dr. Birgit Paul

Schmerzpsychotherapie und Psychosomatik

Nicht mehr derselbe Mensch wie vor einer Erkrankung zu sein und Beeinträchtigungen zu erleben, kann mit starken Gefühlen wie Sehnsucht, Verzweiflung, Angst, Traurigkeit oder Wut verbunden sein. Das Ausmaß der Einschränkungen, die Konsequenzen für das Leben, wie beispielsweise im Beruf, Beziehungen, Sport oder Hobbys, spielen eine Rolle bei der Bewältigung von Krankheiten und körperlichen Beschwerden.

Auch die Lebensgeschichte kann die Verarbeitung von körperlichen Erkrankungen beeinflussen. Vernachlässigung und Mangel in der Kindheit kann zu Unachtsamkeit in der  körperlichen Selbstfürsorge- und zu einer Aktivierung starker, schwer erträglicher Hilflosigkeitsgefühle führen, körperliche Erkrankungen- Beschwerden oder Unfälle können traumatisch verarbeitet werden. „Alte Geschichten“ werden aktualisiert, obwohl man dachte, das sei „längst erledigt“.

 

 

Kommt Ihnen das vertraut vor, ist ein möglicher Zugang der psychologischen Schmerztherapie die Teufelskreisanalyse. Katastrophengedanken führen zur ängstlichen Vermeidung oder starren Durchhaltestrategien, die muskuläre Anspannung und vegetative Erregung verstärken sich. Daraufhin werden Ihre schmerzhemmenden Regulationssysteme gestört- und körperliche Beschwerden immer intensiver empfunden. In der Therapie lernen Sie – oft blitzschnell ablaufende – Teufelskreise möglichst früh zu erkennen und Möglichkeiten zur Unterbrechung und Rückfallsprophylaxe zu finden. Sie brauchen ein umfassendes Repertoire an Schmerzbewältigungsstrategien, um im Alltag je nach Schmerzqualität und -stärke reagieren zu können. Bei extremen Schmerzen sind andere Strategien anzuwenden als bei leichten.

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Die Achtsamkeit bei chronischen Schmerzen bietet Ihnen gezielte Übungen im Umgang mit körperlichen Beschwerden. Diese tiefergreifende Schmerztherapie setzt bei Ihrem inneren Kampf zwischen unrealistischen Erwartungen, Selbstvorwürfen und starken Gefühlen an. Es aufzugeben ein unveränderliches Leid verändern zu wollen und den Erwartungsdruck zu korrigieren und loszulassen ist ein aktiver Prozess. Lebensgeschichtliche Zusammenhänge, welche in Verbindung mit der aktuellen Krankheitsbewältigung stehen, können zu Tage treten. Die radikale Akzeptanz des „Jetzt“ kann seelische und körperliche Erleichterung schaffen, den Körper von Urteilen befreien, sowie Erholung und Wohlbefinden trotz Schmerz ermöglichen. Es kann ein friedliches Gefühl mit einem weiteren Blick auf Ihr Leben entstehen.

 

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Auf Anfrage biete ich Achtsamkeit bei chronischen Schmerzen in der Gruppe an.

Kursangebot: Folder als pdf

 

Beschwerdebilder

  • Chronische Schmerzen: Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, Gelenke, Fibromyalgie, Kopf- Nackenschmerzen, Rehabilitation nach Unfällen, Ängste vor- oder nach Operationen, medizinischen Behandlungen

  • Vegetative Erregung:Herzklopfen, Schwindel, Schlafstörungen oder Sehstörungen, Schwitzen, Erröten

  • Gynäkologie: Vulvaschmerzen, unerfüllter Kinderwunsch, Wechsel

  • Chronische körperliche Erkrankungen

 

Ich biete Ihnen meine langjährige wissenschaftliche, klinische und psychotherapeutische Erfahrung mit chronischen SchmerzpatientInnen und in der Psychosomatik an. Ich beziehe Ihr medizinisches Krankheitsbild in die schmerzpsychotherapeutische Behandlung mit ein. Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll und empfehlenswert.

Gemeinsam mit Ihrem Befund, Ihrem Eindruck und Erleben treffen wir eine Einschätzung der psychischen Beeinflussbarkeit und dem Zugang zu Ihrem körperlichen Problem.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, rufen Sie mich an!

 

Weiterführende Links zum Thema Schmerzen / Schmerztherapie:

 

Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes DGSS: www.dgss.org

Achtsamkeitsbasierte Schmerztherapie®(ABST)
nach Dr. Peter Tamme: www.abst-web.de